Dieses Jahr ist mal wieder eine Wintertour im hohen Norden dran. Nachdem wir 2023 von Norden kommend durch den Dividal-Nationalpark gegangen sind unsere Tour in Abisko beendet hatten, wollen wir es diesmal anders herum machen. Vom Stora Sjöfjället/Sarek Nationalpark soll es diesmal nach Norden gehen, ein Novum für uns, haben wir doch alle bisherigen Wintertouren stets von Nord nach Süd unternommen. Von Vakkotavare, welches auf halben Weg zwischen Gällivare und Ritsem liegt, geht es über circa 150km erst ins Kebnekaisegebiet und von dort weiter bis nach Abisko. Wie die letzten Jahre sind Alex, Kay und Jens wieder mit dabei. In einigen Abschnitten werden wir auf dem Kungsleden unterwegs sein und auch die STF-Hütten nutzen können, welche erst Anfang März öffnen. Wenn es das Wetter und die Schneebedingungen zulassen, wollen wir den Kebnekaise, den höchsten Berg Schwedens mit 2107m von Westen aus besteigen, was nicht die übliche Route darstellt, aber im Winter einige Vorteile bietet. Der Zustieg ist zwar länger und mit einer Zeltübernachtung verbunden, bietet aber skitauglicheres, d.h. nicht zu steiles Gelände. Auch dürften wir um diese Jahreszeit den Berg für uns alleine haben, da dieser hauptsächlich im Sommer von der östlich gelegenen Kebnekaise-Fjällstation angegangen wird. Das komplette Proviant sowie die Camping-Ausrüstung mit Winterzelten, Schlafsäcken und Kochutensilien machen diesmal die Pulkas unverzichtbar, da wir ansonsten um die 30kg auf dem Rücken tragen müssten. Nach dem Kebnekaise wollen wir nicht über den dann wintermarkierten Kungsleden Richtung Norden, sondern uns über parallele Täler in Richtung Abisko vorarbeiten. Dort werden wir zwar schwierigeres Gelände und mehr Höhenmeter vorfinden, dafür aber auch weitgehend allein unterwegs sein. Je nach Wetter treffen wir dann in Abiskojaure wieder auf den Kungsleden oder werden östlich davon direkt nach Abisko gehen, um von dort direkt in den Nachtzug nach Stockholm zu steigen. Das Wetter ist für die nächste Woche gar nicht so schlecht vorhergesagt. Nach einer unheimlich kalten Periode mit Nachttemperaturen unter -30°C soll es jetzt deutlich wärmer werden mit ’nur‘ noch einstelligen Minustemperaturen am Tag und ohne größere Stürme und Schneefälle. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen…